U21: Kein Befreiungsschlag

Das war nichts. Gegen auf Konter fokussiertes St. Galler können die Tigers keine Punkte aus der Ostschweiz mitnehmen. Nach der dritten Niederlage im vierten Meisterschaftsspiel ist die U21 nun gefordert, um nicht schon früh vom Weg abzukommen.

Früh ging es los in St. Gallen, als Anspielzeit war 11:00 Uhr festgelegt worden. Vor allem den Tigers merkte man dies in den ersten Minuten an, die ersten klaren Chancen konnte der UHC Wasa für sich herausspielen. Durch einige starke Paraden hielt aber Schiessl das Unentschieden in dieser Startphase fest, bevor auch die Tigers ihre ersten Abschlüsse generieren konnten und durch Ewald in der 7. Minute in Führung gehen konnten. Wasa blieb aber weiterhin gefährlich, meist mit schnellen Kontern und hohen Bällen vors Tigers-Tor. Ein solcher Konter führte nach zwölf Minuten denn auch zum (verdienten) 1:1. Die Tigers mussten wieder mehr machen, was ihnen gelang: Reber mit einem Nachschuss und Pfister mit einem wunderschönen Schuss ins nahe Eck stellten den Score auf 3:1. Dieses Resultat hielt wiederum auch nur zwei Minuten, bevor die St. Galler nochmals auf ein Tor herankamen. Es folgten die ersten Strafen, beidseitig praktisch zur gleichen Zeit. Dies führte zu mehr Platz auf dem Feld, welchen vor allem die Tigers zu nutzen wussten, allerdings ohne daraus tormässigen Profit zu schlagen. Kurz nach Ablauf der Tigers-Strafe folgte etwas, was nicht passieren dürfte: Ein Konter der in Unterzahl spielenden St. Galler führte zum Ausgleich nur wenige Sekunden vor der Pause.

 

Das zweite Drittel verlief weithin so, wie das erste sich präsentierte. Die Tigers suchten zwar den Zug aufs Tor, liefen aber praktisch im Minutentakt in Konter der Ostschweizer. Nach einem vergebenen Tigers-Penalty sowie einer weiteren ungenutzten Überzahlsituation konterte ein St. Galler, liess die gesamte Tigers-Defensive stehen und netzte zum 4:3 ein. Nun waren wieder die Tigers dran, konnten sich mehrere Male festsetzen und gingen durch Weber wieder auf Gleichstand mit den St. Gallern. Kurz darauf schob Blatter einen Konter frech zum 5:4 ein. Wer nun aber mit einem davonziehen der Tigers rechnete, wurde enttäuscht. Im Gegenteil: Die St. Galler konterten weiter sehr effektiv und gingen mit einem Doppelschlag in der 37. Minute wieder in Führung. 

 

Es folgte ein letztes Drittel, welches geprägt war von viel hin- und her. Man hatte das Gefühl, die Tigers konnten nicht mehr, die St. Galler mussten nicht mehr. Und wenn man schon kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu: Die Tigers erzielten den vermeintlichen Ausgleich nur Sekunden nach Wiederanpfiff, die Schiedsrichter sahen den Ball allerdings nicht hinter der Linie. Zudem hätte ein weiterer Strafstoss für die Tigers gepfiffen werden sollen, auch hier war der Entscheid gegen die Tigers. Auch Schiedsrichter können nicht alles sehen, selbstverständlich – in diesem Falle bitter für die Tigers. Somit steht die U21 nach vier Spielen mit nur einem Sieg da und muss in den nächsten zwei Wochen wieder auf die Siegerstrasse finden, damit sie nicht gegen unten hin abrutscht.

Bericht: Nicolai Lacher, Spieler U21A